Privatseite von Christian Keitel, welcher hobbymäßig als paranormaler Ermittler unterwegs ist.

Paranormal-Ermittler Chris

PE Kirchenruine

2. PE an der alten Kirchenruine

Am 8.8.2015 war ich wieder in der Kirchenruine. Nachdem ich eine Begehung bei einem versunkenen Ort im Edersee gemacht habe, bin ich noch weiter gefahren, um mich nochmal der alten Kirchenruine zu widmen. Bei der Ankunft stellte ich gleich zu meiner ernüchterung fest, dass die Kabel von meinem Akku abgegangen sind. Fein säuberlich versteht sich, sodass eine Reparatur vor Ort nicht möglich war. Damit fiel der große Strahler aus, welcher für meine Fullspectrum von nöten war. Da vor Ort eher eine visuelle Vorgehensweise angebracht ist, war der Verlust nicht so erfreulich.

Daher beschloss ich, mit meiner neuen Kamera einige Rundgänge zu machen, da hier ja bei meinem letzten Besuch zwei Fotos entstanden, welche Auffällig waren. War zugleich auch ein guter Test, um mal Nachtaufnahmen mit ihr zu machen. Bei der Analyse der Fotos wurden diesmal keine Auffälligkeiten entdeckt.

Persönliche Eindrücke/Erlebnisse
Hier haben sich interessanterweise gleich 2 Gruselklischees erfüllt.

  1. frischer Erdgeruch
  2. Beim ersten betreten des Friedhofes ist mir ein sehr intensiver Geruch nach frischer Erde aufgefallen. In vielen Berichten und Erzählungen ist die Rede davon, dass neben Spukerscheinungen und Phänomenen ein frischer Erdgeruch (auch oft als Geruch nach Graberde betitelt) wahrgenommen wird. Der von mir erschnupperte Geruch war so intensiv, als hätte ich mir eine Hand voll frischer Erde unter die Nase gehalten. Da ich dies nicht unbemerkt beiläufig getan habe, war die Quelle des Geruches, auch nach Überprüfung der näheren Umgebung, nicht zu lokalisieren. Weiter interessanter Punkt, den ich Anmerken möchte ist, dass der Moment bei betreten des Friedhofes der einzige war, wo ich diesen Geruch wahrnehmen konnte. Als Erklärung schließt aus, dass es vom Friedhof selber kam. Da der Friedhof seit über einem Jahrhundert nicht mehr genutzt wird, sind da auch keine frischen Gräber oder offene Erdstellen zu finden. Als plausibelste Erklärung ist, dass es vom Wind herangetragen wurde. Da ein leichter Wind wehte und um den Friedhof herum offenes Feld war, kann der Geruch von weiter her herangetragen worden sein. Da es dunkel war und ich ja nicht weiß, was der Bauer so auf seinem Feld treibt, bleibt die endgültige Erklärung hierfür offen.

  3. Fliegen
  4. Ein weiteres Klischee, welches sich erfüllt hat ist das der unzähligen Fliegen. Ebenfalls bei einigen Spukphänomenen wird von einem plötzlichen Auftreten von unnatürlich vielen Fliegen/Insekten berichtet. Dieses Klischee hat es schon in diverse Gruselfilme geschafft und mal ehrlich, ist schon etwas unangenehm. Wie dem auch sein, als ich nach Beendigung meiner kleinen PE ins Auto stieg, war dieses voll von Fliegen. Zur Anmerkung, ich war zwischenzeitlich öfters am und im Auto, wo mir keine einzige aufgefallen war. Höchstens mal eine nervende Mücke. Aber als ich die Heimreise antreten wollte, hatte ich eine wahre Invasion in meinem Auto. Es ist einfach ein super Gefühl, nach einer langen Tour heim zu wollen, man dann ins Auto steigt und man sich vor kommt wie mitten in der 4. ägyptischen Plage
    Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis ich der Lage Herr wurde, denn mit so vielen Insekten im Auto ist das Fahren etwas zu riskant für mich. Als Erklärung hierfür ist natürlich das kleine Licht im Auto zu benennen, welches erleuchtet, wenn die Tür aufgeht. Da Licht in der Nacht Insekten anlockt ist bekannt. Daher gehe ich jetzt einfach mal davon aus. Warum sie erst beim letzten Mal Tür öffnen hinein flogen und nicht schon vorher, dass müsste man wenn die Insekten fragen.

Als persönliche Empfindung wäre erwähnenswert, dass ich beim Fotografieren immer das Gefühl hatte, als steht jemand hinter mir und schaut mir über die Schulter. Rein von Gefühl her gesprochen wirkte es eher weiblich und neugierig. Dies lässt sich aber nicht weiter belegen, reine Gefühlssache.

Hier noch einige Eindrücke dieser Ermittlung


Vielen Dank für alle, die diesen Beitrag gelesen haben

 

PS.:

Eine Anmerkung kommt jetzt eher spontan und ein Zusammenhang mit diesem Fall wäre nur Vermutung. Aber als ich den Teil über den frischen Erdgeruch geschrieben habe, gab es einen Knall in meinem Wohnzimmer. Der knall war mir durchaus nicht unbekannt, da er vom Griff meines Equipmentkoffers kam. Einige meiner alten Andapava-Kollegen haben dasselbe schon einmal miterlebt. Hier war es genauso. Der Koffer lag und der Griff hing der Physik entsprechend unten und brauchte eine Kraftquelle, um ein Geräusch zu machen. Von der Lautstärke her musste er über die Hälfte angehoben werden, um dann den entsprechenden Knall zu verursachen, welcher erzeugt wurde. Da dies ohne eine Beeinflussung nicht möglich ist, ist von einem Fremdeinwirken auszugehen. Ob es nun mit dem Friedhof zusammen hängt ist nicht zu sagen. Eine EVP-Befragung wird jetzt durchgeführt. Das Ergebnis wird spätestens Morgen hier ergänzt.

Info zu PS
Die Befragung ergab keine nennenswerten Ergebnisse.


1. PE an der alten Kirchenruine

Am 18. 7.2015 stattete ich einer Kirchenruine, mit dazugehörigem Friedhof, einen Besuch ab. Nebenbei erwähnt ist es nicht die Kirchenruine, welche zwei Berichte weiter unten bei der Klosterruine erwähnt wird. Diese hier war recht einfach zu finden
Die Ruine an sich bot eine schöne Location. Drei hohe Mauern ragen auf der kleinen Anhöhe empor und die alten und recht gut erhaltenen Grabsteine verleihen dem Ort etwas magisches. Allerdings gab es ein Manko, welches auch Auswirkungen auf die PE selber hat. Denn die Location lag direkt an einer sehr stark befahrenen Straße, welches Audioaufnahmen unmöglich machte.

Nun etwas Geschichtliches. An der Stelle bzw. in der unmittelbaren Umgebung der Kirche gab es einst eine Siedlung, deren Spuren sich durch Ausgrabungen bis ins 8/9. Jh. zurückdatieren lassen. Die Entstehung reichte somit bis in sächsische Zeit zurück. Danach wurde der Ort von den Franken übernommen und es gab auch einen karolingischen Hof dort. Die Kirche selbst stammt wohl aus dem 11. Jh. Einst hatte die romanische Kirche eine Kreuzform. Später wurden die Seitenteile abgerissen und es blieb nur noch ein Schiff übrig, welches dann als Grabeskirche weiter verwendet wurde. Daher sind auch viele Gräber und Grabplatten in der Kirche selbst. Die Kirche wurde bis ins 19. Jh. genutzt, bis das Dach einstürzte und sie dann zur Ruine wurde.
 

 

Im Einsatz waren folgende technische Gerätschaften:

  • Wildkamera
  • SVP Full Spectrum
  • K2
  • Handthermometer
  • Bewegungsmelder
  • Laterne mit Kerze
  • IR-Camcorder
  • Canon Kompakt
  • 1x Audio

Gesammelte Daten:

  • ca. 9 Std Video
  • ca. 5 Std Audio
  • 109 Fotos

 

Aufbau

Der Aufbau fand gegen 22 Uhr statt. Es fing gerade an dunkel zu werden und ich beeilte mich, dass ich wenigstens noch sehen konnte, was ist da tat. Des weiteren hatte ich wohl auch ein paar Spuktouristen abgeschreckt, welche angefahren kamen aber dann wieder umdrehten, als sie mich sahen, wie ich gerade die ganzen Stative mit Kameras bestückte. Vielleicht war es auch nur ein Pärchen, welches eine romantische Vorliebe für nächtliche Friedhöfe hat. Wer weiß....
Die SVP (Fullspectrum) wurde in der Kirchenruine platziert. Hier versuchte ich mal nicht, den ganzen Raum mit meinem großen Strahler auszuleuchten, sondern stellte eine Laterne mit brennender Kerze auf eine Grabplatte. Somit war sie am Ende des Raumes die einzige Lichtquelle. Bei der Kamera selbst hatte ich zwei schwache IR-Strahler angebracht, um den Raum vor der Kamera so auszuleuchten, dass, wenn sich etwas hindurch bewegt, es angestrahlt wird.
Des Weiteren wurde im Bereich des Eingangs ein Bewegungsmelder ausgelegt, welcher leuchtet, sobald sich etwas Größeres nähert.
Vor dem Eingangsbereich wurde eine IR-Kamera platziert und unten am Torbogen befestigte ich die Wildkamera. Das Audiogerät führte ich am Handgelenk immer mit mir für meine typischen Daueraufnahmen.

Die Ermittlung

Beim ersten Betreten der Location hatte ich mein erstes persönliches Erlebnis, welches man auch nicht hätte festhalten können. Direkt als ich durch den Torbogen schritt, war eine sehr starke Energie zu verspüren. Man kann das Gefühl zwar nicht beschreiben aber es war beinahe, als würde alles um mich herum auf mich eindrücken. Gänsehaut inklusive. Noch zu erwähnen ist, dass die Nacht über bestes T-Shirtwetter bei 18° herrschte.
Meine Vorgehensweise war folgende, der beschriebene Aufbau war dauerhaft aufgebaut und ich selber hielt mich draußen beim Auto auf und machte 4 Begehungen von 30-45 Minuten.

Ergebnisse

Auf den Kameras war nichts Interessantes zu sehen. Auch die Low-Spot-Methode brachte keine besseren Ergebnisse. Lediglich das sich meine Vermutung bezüglich der Straße bewahrheitete. Denn auf der SVP wurden Töne aufgenommen, die durch die Akustik im innern der Mauern wie Stimmen klangen. Plus den Hall, wo man denken könnte, sie kommen wirklich aus einer Kirche oder irgendwelchen Gängen. Leider für mich nicht verwendbar. Einmal raschelte es direkt bei der Kamera aber hier tippe ich auf Mäuse, da mich anfangs schon eine zu Tode erschreckte, welche sich im Laufweitsprung übte.
Einzig die Fotos waren auffällig, wo es von 7 immerhin 2 in die Präsentation gebracht haben.
Kommen wir zum ersten:

Zusammenhängende Form in der Luft


Dieses Foto fiel auf, da sich ein scheinbar zusammenhängendes Gebilde in der Luft befindet und an der Stelle nichts nahe genug im Hintergrund war, um dies so zu erzeugen. Auf dem direkt danach aufgenommenen Vergleichsfoto war nichts davon zu sehen.
Hier der Zusammenschnitt der beiden Bilder mit Markierung:



Man sieht auch, dass diese Form menschlich wirken könnte. Möglich wäre eine zufällige Anordnung von Partikeln in der Luft. Dies ist nicht auszuschließen, da dort viel herum flog und da ich die Kompaktkamera im Einsatz hatte, kann es sein, dass es ein zufälliges Gebilde ist, in welches man die zusammen hängende Form hineininterpretieren könnte.

Das Zweite Bild wurde bei der Kirche selber aufgenommen, wo sich der heutige Eingang befindet. Früher befand sich in dem Bereich noch ein Teil der Kirche.

Anomalie über der Mauer


Hier könnte es wieder durchaus sein, dass zu viel hinein interpretiert wird. Es ist eine Struktur in der Luft zu erkennen, wo ich meine, dass es eine menschliche Silhouette sein könnte. Oben beim Kopf, wo die Struktur am stärksten ist, wäre  ich gar geneigt, ein Gesicht darin zu erkennen und wer mich kennt weiß, das mache ich wirklich nicht oft. Durch die höhere ISO-Einstellung der Kamera befindet sich im Dunkeln ein höheres Rauschen, in welchem ich meine, Schultern, Brustkorb und Hüften erkennen zu können. Wie gesagt, gut möglich, dass es eine Täuschung ist.
Hier hab ich nochmal alles zusammen gefasst (mit Vergleichsfoto rechts) und wie oben auch markiert:




Diese beiden Fotos sind für mich schon einmal interessant, reichen aber noch nicht als Beweis aus. Sie KÖNNTEN was sein,  müssen aber nicht. Für mich persönlich war das, was ich vor Ort erlebte ausschlaggebender, dass an diesem Ort was ist. Denn es war ein stetiges Gefühl des beobachtet werden und als ob etwas um mich herum huschte. Für mich genug  Grund, diesen Ort ein weiteres mal aufzusuchen.

Dies tat ich sogar Gestern schon (24.7.15) um nochmal eine Fototour zu machen. Allerdings wurde ich von einem Gewitter überrascht, welches eigentlich erst 3 Stunden später angekündigt war. Hatte extra noch einen Wettercheck gemacht...
Naja, sei es drum. Die Location ist nicht aus der Welt und es gibt noch andere Nächte.


Vielen Dank für euer Interesse. Wenn ihr wollt, könnt ihr gerne ein Feedback auf Facebook, Twitter oder hier im Gästebuch geben. Würde mich sehr freuen
Bis dann, euer PE-Chris

PS: Nochmal ein Appell an alle, die solche Orte besuchen. Bitte behandelt sie mit Respekt und Anstand. Es sind Orte, wo einerseits paranormale Aktivität herrschen könnte aber andererseits auch geschichtliche Zeugnisse, welche es nur einmal gibt. Ich selbst habe dort etwas Müll eingesammelt, sogar direkt von den Gräbern. Dies empfehle ich auch meinen vielen Kollegen da draußen, verlasst den Ort sauberer als ihr ihn vorgefunden habt. So trägt jeder ein Stück bei der Natur, dem Menschen und den Wesenheiten eine bessere Welt zu hinterlassen
 

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