Privatseite von Christian Keitel, welcher hobbymäßig als paranormaler Ermittler unterwegs ist.

Paranormal-Erforscher Chris

Wie wird man Ghosthunter? Leitfaden

Wie wird man eigentlich Ghosthunter/paranormaler Ermittler?

Zunächst kann sich jeder Ghosthunter nennen. So wie es ihm gerade passt, denn man braucht keine Ausbildung oder dergleichen. Es ist als reines Hobby durchführbar. Ob man letztlich auch vernünftige Arbeit leistet, das hängt vom eigenen Charakter ab. Mein persönlicher Anspruch ist sehr hoch, daher sind meine Bemühungen und Ambitionen auch dementsprechend hoch. Ich selbst bin ja erst einmal einige Jahre nur für mich Aktiv gewesen, um Erfahrung zu sammeln. Da aber die meisten nicht diese Geduld aufbringen können oder wollen, dachte ich mir, mache ich mal diese kleine Einführung, die für Neulinge als Leitfaden dienen kann. Dies schreibe ich so, wie ich es sehe. Diese Meinung kann sich natürlich von anderen unterscheiden. 



Was muss ich persönlich mitbringen?
  • Ehrgeiz:
Gerade in der deutschen Ghosthunterszene kommt man öfters an Punkte, wo man nicht mehr will, man bedrängt wird oder es einem alles zu viel zu werden scheint. Daher sollte man sich vorher gut überlegen, ob man es wirklich will und ob man bereit ist, auch in schwierigen Situationen seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

  • Psychische Stabilität
Dies ist auch recht wichtig, da man in Situationen kommen kann, die nicht einfach zu verarbeiten sind. Gerade im emotionalen Bereich kann es sein, dass man großen Belastungen ausgesetzt ist. Sei es durch den Kontakt zu Wesenheiten oder durch deren alleinige Geschichte.

  • Bildung
Für viele Phänomene gibt es logische Erklärungen. Hier ist der Ghosthunter gefragt, diese auch zu erkennen. Man muss Naturgesetze genauso wie die Physik beachten, was einen entsprechenden Bildungsstand in diesen Bereichen beinhaltet. Ein entsprechendes technisches Know How gehört ebenfalls dazu. Früher dachte man, leuchtende Gase aus den Sümpfen wäre was Paranormales, weil man nicht wusste, dass es etwas Chemisches ist. Heute ist es nicht anders. Sofern wir es uns nicht erklären können, ist es Paranormal. Aber ist deswegen jeder Staubfleck auf einem Bild ein Geist, nur weil man nicht weiß, wie "Fotografie" eigentlich funktioniert? Gerade wenn ihr mit Klienten zu tun habt und diese euch von Vorkommnissen erzählen, sollte man nicht direkt von einem Geist ausgehen. Es ist wichtig, neutral zu bleiben, was zu meinem nächsten Punkt führt:


  • Unvoreingenommenheit
Ich persönlich finde, ein Ghosthunter, der Paranormales von vornherein ausschließt ist genauso unprofessionell wie einer, der sofort an was Paranormales denkt. Auch wenn man weiß, dass da noch etwas ist, sind nicht für alles Wesenheiten verantwortlich. Alles mögliche muss berücksichtigt werden.  Nicht einfach, aber Ghosthunting, richtig ausgeführt, ist leider auch nicht einfach.

  • Ehrlichkeit
Es ist fast schon selbstverständlich, aber ich schreibe es trotzdem nochmal. Dieser Arbeitsbereich beruht viel auf vertrauen. Daher sollte man sich hüten, an das Wort Fake auch nur zu denken, wenn man mit seinen Daten vor einem Bearbeitungsprogramm sitzt. Nahezu alles ist manipulierbar, daher sollte gerade hier kein Schmutz durch absichtliche Fälschungen auf die Ghosthunterszene abgewälzt werden. Dies ist für mich das NO GO Nr. 1! Es macht keinen großen Sinn, sowas überhaupt zu tun. Denn man selbst muss mit dieser Lüge klar kommen, die Öffentlichkeit ist an der Nase herumgeführt und als Ghosthunter sollte man eigentlich den Anspruch haben, genau dem entgegenzuwirken.

  • Kritikfähigkeit
Wer nicht mit Kritik umgehen kann, sollte sich besser ein anderes Hobby suchen. Denn gerade hier ist eine Präsentation der Ergebnisse oft mit kritischen Fragen verbunden. Diese können die örtlichen Begebenheiten, Berücksichtigung diverser Faktoren oder auch die eigene Arbeitsweise betreffen. Hier gilt, immer cool bleiben und sachlich schildert, was es zu dem jeweiligen Punkt zu sagen gilt. Wenn man beleidigt, ignorant, verständnislos oder gar kindisch auf kritische Äußerungen reagiert, macht man sich meistens mehr selbst zum Klops



Grundausrüstung

Eins sage ich euch schon vorweg, Ghosthunting ist nicht billig. Wer eine vernünftige Ausrüstung haben möchte, muss schon einige Hunderter investieren. Eine gute Ausstattung geht in die Tausende. Man kann bzw. sollte klein anfangen. Man muss erstmal in der Szene ankommen und seine Erfahrungen sammeln, dazu gehört selbstredend auch das Equipment. Denn Fehleinschätzungen, unerkannte technische Fehler und Unkenntnis der eigenen Geräte führt oft zu Fehlinterpretationen, welche nicht selten auch zu falschen Schlussfolgerungen führen. Ein gewisses Grundequip ist unausweichlich, da man als Ghosthunter für gewöhnlich auf Aufnahmen aus ist. Solltest du nur Geisteraktivität erleben wollen, ist der Name Ghosthunter vielleicht nicht der richtige für dich?!

  • Foto
Zum einen sind Fotografien eine beliebte und meiner Meinung nach auch wichtige Aufnahmeform. Ich selbst begann mit einer Canon EOS 400D. Da man manche Sichtungen mit dem bloßen Auge nicht sieht, sondern sie dann erst auf der Aufnahme sieht, kann eine Momentaufnahme immer sehr hilfreich sein. Man sollte hier schon am Anfang zu qualitativ hochwertigeren Mitteln greifen. Alte 5MP Kameras sind hier genauso fehl am Platz wie Smartphones oder Tablets. In diesen Kameras steckt nicht die Qualität, mit welcher man vernünftig Arbeiten kann. Also, nehmt eine gute Kompakte, oder wenn ihr könnt eine Bridge- oder Spiegelreflexkamera.

  • Video
Videoaufnahmen sind ebenso wichtige Dokumentationsmöglichkeiten. Am Ende gilt auch hier, je besser eine Untersuchung dokumentiert ist, desto besser ist die Beweislast, wenn man etwas auf den Aufnahmen hat. Je besser die Dokumentation, desto besser das Team/der Ghosthunter. Um eine entsprechende Nachtsicht zu haben, empfiehlt es sich, zunächst Infrarot Camcorder zu verwenden. Diese ermöglichen es einem,  Aufnahmen bei völliger Dunkelheit zu machen. Zudem gehen sie vom Sichtbereich her in den Infrarotbereich, welcher mit dem Auge nicht erfasst werden kann. Wer schon etwas mehr Investieren möchte, kann direkt auf Full-Spektrum gehen, welches auch weiter in den UV-Bereich geht. Je mehr die Kamera sieht, desto besser. Man weiß nie, auf welchem Bereich gerade eine Wesenheit zusehen sein könnte.
Auch hier spielt die Qualität eine große Rolle. Verpixelte Bilder sind nur schwer kritischen Begutachtungen gewachsen.

  • Audio
Kommen wir nun zum letzten wichtigen Aufnahmebereich, das Audio. Denn hier könnt ihr EVP (zu deutsch Tonbandstimmen) aufnehmen, welche ihr mit dem Ohr allein nicht wahrnehmt. Dieser Bereich ist zum Teil auch kombiniert mit Video, da die meisten Camcorder auch Ton mit aufnehmen. Jedoch sollte man immer auch extra Audiogeräte dabei haben. Hier hat man sogar die Möglichkeit, etwas zu sparen, da günstige Geräte meist ein Hintergrundrauschen liefern, welches in der Theorie Wesenheiten helfen kann, sich mitzuteilen. Aber Obacht. Genau in diesem Bereich kommt es oft zu Fehlinterpretationen. Ich weiß selbst, wie gern man etwas haben möchte. Da ist es naheliegend, dass man verleitet ist, zu schnell ein Urteil zu fällen.

  • Umwelttechnik
Hier zähle ich mal die diversen Messgeräte hinein, welche man bei einer Ermittlung als Hilfsmittel einsetzen kann. Darunter zählen Thermometer und EMF-Messgeräte. Das sind, wie ich finde, die wichtigsten Bereiche, die mit abgedeckt sein sollten. In der Theorie können Wesenheiten durch ihre Anwesenheit den elektromagnetischen Wellenbereich beeinflussen, daher kann man mit EMF-Messgeräten dies evtl. messen. Thermometer sind nützlich, da (in einer anderen Theorie) Wesenheiten bei Interaktionen Energie aus der Umgebung ziehen, welches eine Veränderung der Temperatur an einem bestimmten Punkt zur Folge hat. Dies nennt man dann für gewöhnlich "Cold Spot".


Dies sind schon mal die Bereiche, welche man Abdecken sollte. Variationen machen es am Ende spannend, denn Ghosthunting beläuft sich überwiegend auf Theorie.  Aber wenn man irgendwann in der Materie drin steckt, bietet es sich an, viel auszuprobieren. Da sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Gerade da es in unserem  Bereich immer neue Geräte gibt, kann man auch viel probieren. Wichtig hierbei, schaut euch die Geräte vorher genau an. Passen sie zu eurer Arbeit?  Wie funktionieren sie? Alles Fragen, die man sich vorher durch den Kopf gehen lassen sollte. Zum Glück gibt es zu fast allem bei Youtube Videos. Da kann man ihre Funktionsweise begutachten. Dies kann evtl. Nerven und Geldbeutel schonen


Aller Anfang ist schwer

Die oberen Teile sind abgehakt, nun geht es zum eigentlichen. Wie werde ich Ghosthunter. Der Name spielt natürlich auch eine Rolle. Man will ja letztlich etwas, was die Jahre überdauert. Hierbei sollte man beachten, dass der Name natürlich auch entscheidend sein kann, wenn es um Genehmigungen geht. Man sollte schon ein gewisses Niveau damit widerspiegeln. Also sollte man sich besser nicht "Die voll krass Ghosthunters" nennen

Zunächst sollte man Gleichgesinnte suchen. Ok, zugegeben, das jetzt gerade von mir als Soloermittler ist natürlich etwas komisch. Aber für die Meisten ist die Solotour nicht das geeignetste. Zumal ich viele Risiken dabei eingehe. Wenn man ein Team hat, ist vieles wesentlich einfacher. Man kann die Analysearbeit untereinander Aufteilen, genauso wie die Kosten des Equipments. Zudem ist es auf einer PE immer sicherer, wenn noch weitere Personen anwesend sind. Sei es schon ganz allein wegen der Unfallgefahr. Stellt euch vor ihr brecht euch Nachts auf einer Burg das Bein. Dann könnt ihr da bis frühstens zum nächsten Morgen liegen, bis mal irgendeiner vorbeikommt. Da bekommt der Ausdruck "und niemand hört euch Schreien" eine ganz elementare Bedeutung.

Bevor ihr jetzt aber munter eine Gruppe selber Gründet, solltet ihr schauen, ob in eurer Gegend schon andere Gruppen existieren. Denn da kann man sich erfahrenen Leuten anschließen (ich hoffe mal, sie sind erfahren) und kann auch vieles von ihnen lernen. Fragt einfach mal an, ob ihr nicht mal mitkommen könnt.

Wer kein Team in der Nähe hat, muss zwangsläufig selbst eins gründen. Aber bitte tut mir einen Gefallen. Spielt euch nicht gleich wie die großen Experten auf, nur weil ihr ein Team habt und vielleicht die ein oder andere Folge Ghost Hunters oder Ghost Adventures gesehen habt. Bekennt ruhig Farbe und sagt direkt, dass ihr noch unerfahren seid. Es ist keine Schande, denn wo fallen bitte Meister vom Himmel? Selbst mit jahrelanger Erfahrung kann man in diesem Gebiet nicht den großen Kenner markieren. Scheut euch auch nicht davor, übers Internet andere Ghosthunterkollegen zu kontaktieren. Jedoch solltet ihr sie nicht wegen jedem Orb anschreiben, das fördert keine Freundschaften

Soooo, kurz zusammen gefasst. Ihr habt Equipment und ihr habt ein Team. Nun geht es daran, das Equipment auch handhaben zu können.

Am besten trefft ihr euch mal (oder auch mehrmals) zu einer Probe-PE. Das muss nicht an einer Location sein, sondern kann bei euch Zuhause oder im Garten sein.  Ziel ist hier nicht, einen Geist zu finden, sondern die Geräte kennen zu lernen. Wie Funktionieren Kameras? Wo schlägt das EMF-Gerät aus? All das kann im Vorfeld getestet werden. Denn es gibt nix frustrierenderes, wenn man an einer Location aufbaut und dann Zeit verloren geht, weil jemand eine Kamera aufgestellt hat, diese aber nicht bedienen kann. Oder schlimmer noch, nicht auf Aufnahme gedrückt hat oder den Objektivdeckel vergessen hat. Wenn das erst am Ende der PE festgestellt wird, kann so mancher mit bösen Gedanken spielen. Also, üben üben üben.

Wenn man an eine Location kommt, ist es eh viel cooler, wenn es zack zack geht und alles steht. Jeder weiß, was er zu tun hat und wie was wo aufgestellt wird. Gerade später bei Klienten vermittelt dies einen Eindruck von Professionalität.

Macht auch mit eurem Fotoapparat mal einige Fotos, gerade wenn es dunkler ist. Auch wenn ihr diesen schon länger habt, müsst ihr ihn genau kennen. Oft wird auf Automatik fotografiert. Hier macht die Kamera alles. Auch die Belichtung. Schaut euch dann mal eure Fotos am PC an. Geht auf eines der Fotos, macht Rechtsklick -> Eigenschaften und geht dann auf Details. Da könnt ihr sehen, was für eine Belichtungszeit eure Kamera verwendet hat. 1/20 Sekunde klingt nicht viel, aber glaubt mir, in dieser Zeit kann viel passieren, was letztlich auf dem Foto zusehen sein wird.

 
 
 
Wenn das alles sitzt, könnt ihr euch daran machen, eine Location zu suchen.


Die eigentliche Arbeit


Schaut euch zunächst nach passenden öffentlichen Location um. Sucht nicht im Internet nach den 10 gruseligsten Orten Deutschlands, sondern eher danach, wo ist was passiert. Am Ende steht ihr auf einem Acker, weil da mal ein Schlachtfeld war. Hört in dem Fall auch auf euer Gefühl. Wenn es sagt hier, dann macht da eine.

Aber Aufgepasst! Sollte das Objekt eurer Begierde ein privates oder anderweitig verwaltetes Grundstück sein, müsst ihr zunächst eine Genehmigung einholen! Hausfriedensbruch ist nix schönes.

Solltet ihr eine Location gefunden haben, dann schaut es euch mit eurem Team an und legt los. Aber halt, nicht so schnell. Zunächst einmal immer schön höflich vorstellen. Ihr mögt die Wesenheiten vielleicht nicht sehen aber sie können trotzdem da sein. Ihr wollt ja etwas von ihnen also platzt nicht einfach so in ihr Wohnzimmer herein ohne hallo zu sagen.

Wenn ihr dann beginnt, kommt logischerweise der Aufbau und dann die eigentliche Ermittlung. Dazu kann man sich, je nach Größe des Teams bzw. der Location, auch in kleinere Teams splitten. Als erstes solltet ihr die örtlich vorherrschenden Grundwerte checken. Geht schon einmal alles mit euren Messinstrumenten ab. Notiert dabei jede Unregelmäßigkeit, damit es später nicht zu falschen Vermutungen kommen kann. Wie ihr es genau angeht, das ist eure Sache. Ihr solltet euren eigenen Stil finden. Es bietet sich an, mehrere Begehungen zu machen. Auch hier kann man sich vom Gefühl leiten lassen. Wenn ihr meint, dass jetzt der Zeitpunkt für eine EVP-Sitzung ist, dann macht eine. Hier stellt ihr dann Fragen und lasst etwas Zeit (etwa10 Sek.) damit die angesprochene Wesenheit auch Zeit zum Antworten hat.


Macht nebenbei immer Fotos und filmt eure Aktionen bzw. das geschehen. Bei Camcordern habt ihr die Möglichkeit, sie entweder stationär aufzubauen, was gut für eine Bereichsüberwachung ist oder sie mit euch mobil zu führen. Audiogeräte kann man zum einen nur bei den entsprechenden EVP-Sitzungen einschalten oder man lässt sie dauerhaft mitlaufen.

So eine PE kann lange dauern und um ehrlich zu sein auch sehr langweilig sein. Dies sollte man sich immer bewusst sein. Es passiert nicht immer etwas. Naja, nicht immer ist gut gesagt. Um ehrlich zu sein passiert in den meisten Fällen Live nix aufregendes. Das wichtigste ist dann die Analyse, zu der ich jetzt auch direkt komme.



Die Analyse

Ich hätte den Teil auch "die eigentliche Arbeit Teil 2" nennen können, aber so ist es besser beschrieben

Denn die Analyse ist der ausschlaggebende Teil der ganzen PE. Hier seht ihr, was ihr tatsächlich festhalten konntet. Persönliche Erlebnisse sind schön und gut, gerade für euch. Ich möchte auf meine nicht verzichten. Jedoch sind handfeste Aufnahmen doch nochmal eine ganz andere Hausnummer. Allerdings sollte man auch richtig Analysieren. Zunächst einmal braucht man die richtigen Programme. Bei Audioaufnahmen halte ich es so, dass ich nicht viel an der Aufnahme verändere. Ich arbeite nicht mit Rauschentfernung, da es meiner Meinung nach, zu viel verfälscht. Aber das ist jedem Selbst überlassen. Wichtig ist, dass man mit dem Bearbeitungsprogramm die Aufnahme sehr laut bekommt (immer über Kopfhörer Analysieren!) und dass man entsprechende Stellen ausschneiden kann. So muss man dann nicht immer auf der ganzen Datei danach suchen. Schneidet aber nicht zu knapp aus. Lasst davor und danach immer einige Sekunden.

Bei Video gilt zum einen das Selbe wie bei Audio, da der Ton ja meist mit bei ist. Hier ist es von der Bearbeitung aber wichtig, dass ihr es verlangsamen könnt. So könnt ihr euch eine Szene genau Bild für Bild ansehen. Denn manche Erscheinungen sind in Bruchteilen einer Sekunde vorbei. Daher ist es bei der Analye von Videos wichtig, dass ihr wirklich wie gebannt auf den Monitor schaut. Wenn ihr weg schaut, drückt Pause. Denn in der Sekunde, wo ihr weg seht, kann etwas passieren.

Die Analyse nimmt auch mehr Zeit in Anspruch als die PE selbst. Da man oft viele Stunden Material hat und dieses stellenweise auch mehrfach anseht. Nur mal durchgucken ist nicht. Wenn dann richtig. Hier gilt: ganz oder gar nicht. Denn wozu bittet man Wesenheiten zu Antworten, wenn man dann bei der Analyse nicht richtig hinhört?  Man sollte immer daran denken, Wesenheiten respektvoll gegenüber zu treten. Das gehört dazu, wie ich finde.


Wenn ihr dies alles durch habt, könnt ihr dann an die Präsentation gehen. Wie ist euch überlassen. Sei es in schriftlicher Form auf eurer Website, Facebook ect. oder gar per Video auf Youtube. Vielleicht fällt euch auch was neues ein. Dann lasst mir unbedingt mal einen Link davon zukommen

Wenn ihr bis hierher gekommen seit danke ich schon mal, für das Interesse. Ich werde jetzt als Schlusswort noch einige Tipps geben.

Bis denne


Tipps

- Wenn ihr Fotos macht, dann macht mindestens 2 direkt hintereinander aus derselben Perspektive. Das erleichtert euch die Analyse danach ungemein und hilft auch Fehlinterpretationen vorzubeugen.
- Seit bei PE´s immer zu zweit unterwegs. Safety first
- Achtet bei Tonaufnahmen auf eure Bewegungen.  Schon eine leichte Bewegung mit dem Schuh kann ein Geräusch imitieren, welches in der Analyse wie ein Wort gedeutet werden könnte.
- Wenn ihr ein Geräusch verursacht, dann sagt es deutlich ins Aufnahmegerät. Das hilft bei der Analyse.
- Vermeidet es, bei einer PE zu flüstern. Auch wenn man eher dazu neigt, es könnte nur teilweise vom Audiogerät aufgefangen werden und zu Fehldeutungen führen.
- Dokumentiert alles. Entweder über ein dauerhaft laufendes Audiogerät oder ganz einfach mit einem Stift und Block.
- Notiert jede Unregelmäßigkeit. Dazu zählen auch vorbeifahrende Autos oder Flugzeuge, die euch überfliegen.
- Wenn ihr Nachts Fotos macht, bedenkt, dass unter diversen Bedingungen euer Atem in Schleierform auf den Fotos zusehen sein kann. Je nach Luftfeuchtigkeit kann das auch bei über 10° der Fall sein. Am besten bei jedem Foto Luft anhalten.
- Taschenlampen nicht vergessen!!! Am besten tut ihr euch gleich eine ins Auto, falls ihr die beim Equipment mal vergessen solltet.
- Verwendet ein Stativ beim Fotografieren. Da wackelt nix und wenn ihr über Fernauslöser macht, habt ihr immer die exakt gleiche Perspektive.

Es waren bereits 39411 Besucher (162787 Hits) hier! Du bist also nicht allein.